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Blutgruppen:

Wenn es um Leben und Tot geht...






Teil I


Die wichtigsten und bekanntesten Blutgruppensysteme

Die wichtigsten und bekanntesten Blutgruppensysteme sind das AB0-System (A, B, AB und O) und das Rhesussystem. Jeder weiß auch, dass Blutspenden wichtig sind, weil sie Leben retten. Bei Blutspendern in Deutschland wird regelmäßig auch auf den Kell-Antikörper getestet. Das Kell-System ist das drittwichtigste System bei Bluttransfusionen.

Aber was passiert, wenn ich eine unbekannte oder seltene Blutgruppe habe?
Werde ich auch gerettet?

Neue Blutgruppen entdeckt

Vor ein paar Jahren wurde zum Beispiel über die "Bombay-Blutgruppe" (0h), auch Bombay-Phänotyp (ein Phänotyp ist die die Summe aller Merkmale eines Organismus) genannt, berichtet. Erstmals wurde er in Bombay (seit 1995 Mumbai) im Jahr 1952 von Y. M. Bhende und anderen entdeckt, was zur Namensgebung führte. Es handelt sich dabei um eine sehr seltene Blutgruppe, die laut Wikipedia "ca. 20.000 Menschen besitzen, davon die meisten in Indien."

Wie ist diese Zahl zur Stande gekommen? Weil die Betroffenen ihr Blut gespendet hatten oder eine Bluttransfusion brauchten. Also durch Zufall. Und was ist das Problem? Die Menschen mit dieser Blutgruppe können nur Blutspenden von anderen Menschen mit der gleichen Blutgruppe erhalten (also 0h zu 0h).

"Manche Blutgruppeneigenschaften, wie zum Beispiel die Blutgruppe Bombay (0h), kommen nur ein Mal unter 300.000 Blutspendern vor und sind deshalb so selten, dass überhaupt nur wenige Blutspender bekannt sind. Entsprechend schwierig ist die Blutversorgung, wenn Patienten rasch und mehrere solche Blutpräparate für ihre klinische Versorgung benötigen." So lautet ein Bericht der Arbeitsgruppe Seltene Blutgruppen der Universität Ulm.

Was ist mit Reunion und Deutschland?

Auf der Insel Réunion (französisches Überseedepartement im indischen Ozean) ist vor kurzem die "Para-Bombay-Blutgruppe" (Ah, Bh, ABh) dank der Zusammenarbeit zwischen dem "Centre de Transfusion Sanguine de la Réunion" (das auf Bluttransfusion spezialisierte Zentrum der Insel) und einem Team des CNRS in Paris (nationales französisches Forschungszentrum für Wissenschaft und Technik) entdeckt worden. 42 Reunionesen aus dem Cirque de Cilaos (im Inselinnern) sind bisher gezählt worden.

Ein defektes H-Gen und das Leben in geschlossenen Gesellschaften (weil beide Elternteile dieselbe Blutgruppe haben müssen, um sie zu vererben) werden als Erklärung genannt. Da die Insel Réunion mitten im indischen Ozean liegt, wurde dort eine Blutbank für seltene Blutgruppen aufgebaut. Sie arbeitet mit dem " Centre national de référence pour les groupes sanguins " (CNRGS), das sich im Mutterland Frankreich befindet, zusammen. Beide sind u.a. für die Konservierung der seltenen Blutgruppen verantwortlich und bewegen Personen mit den seltenen Blutgruppen dazu, zu spenden.

Aber was ist mit Deutschland? Oben zitierter Bericht der "Arbeitsgruppe Seltene Blutgruppen" des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik in Ulm ist ein erster Hinweis, dass diese seltenen Blutgruppen auch hierzulande bekannt sind. Aber das reicht im Ernstfall nicht aus - werden dort z.B. seltene Blutgruppen auch konserviert?

Würde ich auch in Deutschland gerettet, wenn ich eine seltene Blutgruppe hätte und dringend eine Transfusion benötigte?

Vorsetzung folgt baldsmöglich.

[Artikel vom 22. Januar 2012]

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